Festlegen, folgen oder überspringen? Wie Marken mit Mikrotrends umgehen sollten


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Im Jahr 2023 dominierten „Clean Girl“, „Girl Math“, „Barbiecore“, „Coquette“ und „Tomato Girl Summer“ unsere Social-Media-Feeds. In diesem Jahr wurden diese Trends schnell durch Mob Wife Winter, Corpcore und lautes Budgetieren ersetzt. Das ist das Besondere an Mikrotrends: Sie sind flüchtig.

In diesem Sinne handelt es sich überhaupt nicht um Mikrotrends, argumentiert Trendforscherin Agustina Panzoni. „Wenn man Trends betrachtet, betrachtet man auf der Mikroseite Bewegungen, die sich über mehrere Jahre und mehrere Saisons erstrecken“, sagt sie. „Was also als ‚Mikrotrends‘ bezeichnet wird, ähnelt eher einer ‚Internetästhetik‘. Es handelt sich um vorgefertigte Modelle, die man kaufen kann.“

Wo passen Marken hinein? Das neue Zeitalter der Internettrends – die schnelllebig sind und für jeden, der der Influencer-Crowd nicht genau folgt, oft den Eindruck haben, zufällig generiert zu werden – hat den Trendzyklus auf den Kopf gestellt.

„Eine kulturelle Sichtweise zu haben, wird immer positiv sein“, sagt Panzoni. „Vielleicht nicht so sehr, sich an eine bereits bestehende Ästhetik zu klammern.“

Letztes Jahr tauchten Marken immer wieder in diese Ästhetik ein. Im August griffen Ulta und Mac den Mädchen-Mathe-Trend auf, während Marken wie Refy mit Marketing und Kampagnen auf den „Tomato-Girl-Sommer“ setzten. Im Dezember brachte Loewe den übergreifenden „Girlhood“-Trend mit einem 15-sekündigen Clip auf den Punkt, in dem Mädchen auf den Straßen von New York einem in Loewe gekleideten Mädchen, das aus einem Fenster hängt, Wettertipps geben, mit der Überschrift „Girlhood #loewe“. Im Juni setzte Jacquemus bei seiner AW24-Kollektion voller Schleifen auf die kokette Ästhetik – ein Dreh- und Angelpunkt für die Marke, sagt Panzoni. Seit einem ersten Anstieg Mitte letzten Jahres, von November 2023 bis Januar 2024, haben die Suchanfragen nach „Coquette“ laut Google Trends stark zugenommen.

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Diese Trends entwickeln sich schneller als je zuvor und werden durch TikTok-Algorithmen gefördert, die verwandte Inhalte sammeln und wiedergeben. Sie bieten eine interessante Chance für Marken: Wenn sie schnell einsteigen, können ihre Inhalte breiter denn je verbreitet werden. Aber oft fühlt sich dieses Engagement oberflächlich an, und wenn es nicht gut umgesetzt wird, kann es schnell langweilig wirken – insbesondere angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich diese Trends entwickeln.


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