Nach der Eröffnungswelle in den USA plant Officine Générale die nächsten Schritte


„Officine Générale verbindet Klassizismus und Moderne mit einer Prise Pariser Lässigkeit“, sagt Serge Carreira, Direktor der Initiative für aufstrebende Marken bei der Fédération de la Haute Couture et de la Mode (FHCM). „Es ist am Puls der Zeit, ohne trendbewusst zu sein. Die größte Herausforderung besteht darin, eine subtile Balance zwischen Zeitlosigkeit und Modernität zu wahren.“

Jetzt, wo das Pendel der Herrenmode in die andere Richtung schwingt, hin zu bequemerer Schneiderkunst, tendiert Officine Générale eher dazu, diesem Trend zu folgen. „Wir sind einen Schritt voraus, denn Schneidern ist unsere DNA. Dafür kommen unsere Kunden zu uns“, sagt Mahéo. „Wir haben in den letzten zwei Jahren eine Veränderung gesehen. Streetwear war vor Corona vorherrschend. Wir sind zu mehr Tragbarkeit und mehr Schneiderkunst zurückgekehrt. Es tut sich etwas mit einer neuen Idee, wie man sich kleidet, auch was die Ausgaben angeht: Ist es sinnvoll, 4.500 Euro für eine Jacke oder 6.000 Euro für einen Mantel auszugeben?“ Mahéo-Notizen.

Während viele Modemarken den Großteil ihres Umsatzes mit Accessoires erzielen, konzentrierte sich Officine Générale bislang ausschließlich auf Konfektionsware. Das soll sich ändern: Letzten Monat brachte die Marke Raumdüfte und Seifen auf den Markt. Diesen Monat stellte das Unternehmen seine erste Handtasche zum Preis von 895 Euro vor und erhielt den Namen June, nach der Tochter, die Mahéo mit seiner Frau Nina Mahéo Haverkamp, ​​der Imagedirektorin der Marke, hat. Schuhe folgen im Jahr 2025.

Kategorien wie Damenmode (eingeführt im Jahr 2017) und das neue Handtaschengeschäft sollen in diesem Jahr Wachstumstreiber sein. Herrenbekleidung macht immer noch den Löwenanteil der Marke aus (60 Prozent), aber Mahéo geht davon aus, dass sich dieses Gleichgewicht im Jahr 2025 ändern wird. „Die Herrenbekleidung hat zugenommen, aber die Damenbekleidung hat in den letzten Monaten weiterhin recht spektakuläre Fortschritte gemacht“, sagt er.

SS24.

Fotos: Officine Générale

Chancen in den USA im Auge behalten

Im Jahr 2021 verkaufte Mahéo eine Minderheitsbeteiligung an Officine Générale an Untitled Group, einen in New York ansässigen Investmentfonds, der inzwischen in Cedar Park Capital umbenannt wurde und insbesondere in die Brillenmarke Garrett Leight California Optical und das Kaschmir-Bekleidungslabel Naadam investiert hat. Mit der Finanzierung eröffnete Officine Générale im Dezember 2021 seinen ersten US-Store im New Yorker Lafayette, gefolgt von drei weiteren im Jahr 2023 (zwei in Los Angeles und einer in Madison, NYC).

=

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert